Das Bücherschreiben war damals das Privleg der Klöster. Hier entstand der Beruf der Buchbinder, der damals nur von Mönche ausgeübt wurde. Durch aufwändige Einbände und Verzierungen aus Gold konnte sich das Buchbinden sehr in die Länge ziehen. Doch das Ergebnis sprach für sich.

Allmählich gewann in den Universitätsstädten, dort wo der Bedarf an Büchern sehr groß war, der Beruf des Buchbinders immer mehr an Bedeutung. Manchmal war der Bedarf an Buchbindern so groß, dass sich sogar Studenten das Binden gegenseitig beibrachten.

Der Konkurrenzkampf zwischen den bürgerlichen und klösterlichen Buchbindern wurde immer empfindlicher. Worauf der bürgerliche Buchbinder als Gewinner hervorging. Mit der Zeit entwickelte sich eine Zunft der Buchbinder.

Durch die Erfindung des Buchdrucks revolutionierte sich das Buchbinderhandwerk. Es entwickelten sich ganze Betriebe und die Techniken wurden verfeinert.

Bis in die heutige Zeit hat sich der Beruf sehr gewandelt. Durch neue Maschinen, Aufgabenbereiche und Techniken wie z.B. das Klammerheften hat der Buchbinder sich stetig weiterentwickelt. Heutzutage gehören auch das Falzen und
Schneiden zum alltäglichen Handwerk.
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